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Gedichte
Selbstverfasstes
Archiv für die Kategorie 'erotische Gedichte'

Neugierig bin ich nicht, doch dieses möchte ich Von Hertzen gerne sehn, wie die Talestris sich In ihrem Bette stellt, wenn ihr die Lüste kommen, Und ein verborgen Feur das Hertze eingenommen;

In der Frühe (Ernst Stadler)

Die Silhouette deines Leibs steht in der Frühe dunkel vor dem trüben Licht Der zugehangnen Jalousien. Ich fühl, im Bette liegend, hostiengleich mir zugewendet dein Gesicht. Da du aus meinen Armen dich gelöst, hat dein geflüstert »Ich muß fort« nur an die fernsten Tore meines Traums gereicht -

Adagio con brio (Kurt Tucholsky)

Dies aber macht mir vielen Kummer: Wenn du dich gabst, Wenn du, verehrte dolle Nummer, Mich schweigend labst –

Ganymed (J. W. von Goethe)

Wie im Morgenglanze Du rings mich anglühst, Frühling, Geliebter! Mit tausendfacher Liebeswonne Sich an mein Herz drängt Deiner ewigen Wärme Heilig Gefühl, Unendliche Schöne!

Winternacht (Detlev von Liliencron)

Das war beredet und besprochen, Wie lange her, ich ahn’ es nicht. Der Tag ist da, die Pulse pochen, Die Flocken fallen träg und dicht. Im fremden Dorf, im fremden Saale, Es kennt uns keiner, welche Lust, Wir drehn uns unter’m Kerzenstrahle, Wie schweißt die Liebe Brust an Brust.

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