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Gedichte
Selbstverfasstes
Archiv für die Kategorie 'Gedichte (allgemein)'

Der himmel pflantzet mein gelücke/ Er lacht mich freundlich an durch tausend holde blicke/ Er macht aus winter frühlings-zeit/ Er wirckt mir selber zeug zu einem feyer-kleide/ Ich bin von boy und flohr befreyt/ Und meine wolle wird zur seide.

Die verhaßten Stacheln (Celander)

Was spitz und stachlicht ist, das haßt das Frauen-Zimmer Es schreit, wenn ihre Hand ein scharffes Ding berührt, Wenn es die Rosen bricht, schilt es die Stacheln immer, Die deren Purpur-Zier zur Wache bey sich führt.

Aus dem wallenden Ozean der Menge (Walt Whitman)

Aus dem wallenden Ozean der Menge kam ein Tropfen sanft zu mir, flüsternd: Ich liebe dich, bald werde ich sterben, ich bin einen langen Weg gereist, nur um dich zu sehen, zu berühren, weil ich nicht sterben konnte, ehe ich dich einmal gesehen habe, weil ich fürchtete, dich danach zu verlieren.

Ein Liebesbrief (Joachim Ringelnatz)

Von allen Seiten drängt ein drohend Grau Uns zu. Die Luft will uns vergehen. Ich aber kann des Himmels Blau, Kann alles Trübe sonnvergoldet sehen. Weil ich dich liebe, dich, du frohe Frau.

Mein Herz, ich will dich fragen (Friedrich Halm)

Mein Herz, ich will dich fragen, Was ist denn Liebe? Sag! „Zwei Seelen und ein Gedanke, Zwei Herzen und ein Schlag!“

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